Rollstuhlbasketball

Ausschreibung Schuljahr 2015/16

Die Ausschreibung für die Sportart Rollstuhlbasketball (Schuljahr 2015/16) und das Bundesfinale in Berlin steht als PDF-Datei zum Download bereit.

Allgemeine Bestimmungen

1.       Startberechtigung

(1)    Startberechtigt sind Schulmannschaften mit dem Förderschwerpunkt „körperliche und motorische Entwicklung“. Es dürfen auch Schüler/innen mitspielen, die nicht ständig auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen sind. Schüler ohne jegliche Behinderung sind nicht startberechtigt.

2)    Schüler/innen mit einer Körperbehinderung, die an Regelschulen beschult werden, können in die Schulmannschaften integriert werden. Auch die Meldung einer Mannschaft mit Schülern nur aus Regelschulen ist möglich, sofern alle Schüler eine nachgewiesene Körperbehinderung haben.

(3)    Zu einer Schulmannschaft können auch Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung gehören, die an verschiedenen Schulen beschult werden.

(4)    Wenn in den Ländern eine Qualifikation für das Bundesfinale stattgefunden hat, müssen sie jedoch für diesen Verbund auf allen Ausscheidungsebenen an den Start gegangen sein.

(5)    Die Schülerinnen und Schüler müssen den Jahrgängen 1998 und jünger angehören.

2.       Regeln

(1)    Gespielt wird – soweit in dieser Ausschreibung nichts anderes festgelegt ist – auf der Grundlage des Regelwerkes des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes (DRS).

Sie stehen als Download im Internet unter: www.drs-rollstuhlbasketball.de

(2)    Es gelten folgende Abweichungen:

a)      Die Freiwurflinie wird 75 cm näher an den Korb vorverlegt, dies gilt für alle Spieler/innen. Statt der Freiwürfe kann der Spieler / die Spielerin auch die Option „Einwurf Seitenlinie“ wählen.

b)      Wenn der Ball sich auf dem Schoß einer/eines Spielerin/Spielers befindet, darf dieser grundsätzlich gespielt werden. Dies ist allerdings nicht möglich, wenn die/der Spielerin/Spieler den Ball mit einer Hand bedeckt oder berührt. In diesem Fall wird diese Aktion durch die Schiedsrichter mit einem Foul bestraft.

c)       Die Zeitregeln, 3 Sekunden, 8 Sekunden und 24 Sekunden, werden wie folgt verlängert:
In der Zone auf 5 Sekunden, Ball über die Mittelinie auf 10 Sekunden und erster Korbwurf nach spätestens 30 Sekunden!

d)      Spielerwechsel sind zwischen dem Teambankbereich und dem Kampfrichtertisch in Form des “Abklatschens“ möglich.

e)      Es wird mit durchlaufender oder gestoppter Zeit gespielt. Sobald mit gestoppter Zeit gespielt wird, sind die Spielerwechsel ausschließlich bei Unterbrechungen möglich.

f)       Durchlaufende und gestoppte Zeiten können in einem Spiel vorkommen,
z. B. letzte 2 Spielminuten, Freiwürfe oder ähnliches.

g)      Anstelle frei wählbarer Auszeiten gibt es eine „zentrale“ Auszeit zur Mitte der Spielzeit.

h)      Eine „Klassifizierung“ der Spieler entsprechend der Regeln des DRS Fachbereiches Rollstuhlbasketball wird für das Bundesfinale 2015 in der Sportart Rollstuhlbasketball noch nicht angewendet.  Der Fachbereich Rollstuhlbasketball hat im Zuge des Bundesfinales 2014 eine Evaluierung zur Klassifizierung durchgeführt, um einen vereinfachten Klassifizierungsmodus zu erarbeiten. Entgegen den Wünschen einiger Mannschaften ist es nicht möglich, Lernbehinderungen und geistige Behinderungen bei der Klassifizierung zu berücksichtigen, da der Wettbewerb für Schulmannschaften mit dem Förderschwerpunkt „körperliche und motorische Entwicklung“ ausgeschrieben ist. Deshalb – und auch aus organisatorischen Gründen – wird die Einführung einer Klassifizierung noch verschoben.

An die teilnehmenden Mannschaften wird der dringende Appell gerichtet, möglichst viele „echte“ Rollstuhlfahrer einzusetzen!

Austragunsmodus

1.       Wettbewerb

(1)    Eine Mannschaft besteht aus maximal 5 Spielerinnen oder Spielern und 2 Auswechselspielerinnen / Auswechselspielern. Es gibt keine zahlenmäßige Vorgabe der Zusammensetzung. Es kann beliebig ein- und ausgewechselt werden.

(2)    Jede Mannschaft muss mit zwei verschiedenfarbigen, einheitlichen nummerierten Trikotssätzen antreten.

(3)    Das Spielfeld entspricht einem normalen Basketballfeld. Es werden die offiziellen Korbanlagen benutzt.

(4)    Der Turniermodus und die Spielzeit werden vor Turnierbeginn mitgeteilt, ebenso – abhängig von der Länge der Spielzeit – die Anzahl der persönlichen Fouls, die zum Ausschluss eines Spielers führt. Sofern mit durchlaufender Zeit gespielt wird, wird die Uhr bei Freiwürfen und in den letzten beiden Spielminuten sowie in der Verlängerung bei jeder Spielunterbrechung gestoppt. Es werden entsprechend der Meldung Vorrundengruppen ausgelost. Dafür kann nach den Ergebnissen der vergangenen Schuljahre eine Setzliste für die Auslosung erstellt werden. Diese Setzliste ist vor der Auslosung zu veröffentlichen.

(5)    Es kann entsprechend der Teilnehmermannschaften in Vorrunden gespielt werden.

Beispiele:

bei 16 Mannschaften            2 Gruppen          mit 4 Teams

bei 15 Mannschaften            3 Gruppen          mit 5 Teams

bei 12 Mannschaften            4 Gruppen          mit 3 Teams

bei 10 Mannschaften            2 Gruppen          mit 5 Teams

Im Anschluss an die Vorrundenspiele folgen ggf. Zwischenrundenspielesowie die Platzierungs– und Finalspiele in Abhängigkeit der Anzahl der teilnehmenden Teams

(6) Für die Platzierungen in den Gruppen gelten folgende Kriterien:

1.    Gesamtpunkte

2.    Ergebnis aus Direktvergleich der punktgleichen Mannschaften

3.    Korbverhältnis

(7)  Die Regelungen bei „Unentschieden“:
In den Vorrundenspielen ist ein Unentschieden als Endergebnis zugelassen und wird mit 1:1 Punkten gewertet. In  den „K. o. Spielen“ wird die Spielzeit um 2 Minuten verlängert. Ist das Spiel nach einer zweiten Verlängerung nicht entscheiden wird eine Entscheidung über das Freiwurf-schiessen herbeigeführt. Es werden pro Team drei Spieler benannt, die jeweils 2 Freiwürfe schießen. Sollte danach noch keine Entscheidung gefallen sein, wird solange ein neuer Spieler pro Team benannt, bis eine Entscheidung gefallen ist.

2.       Besondere Regelungen

Diese Ausschreibung gilt verbindlich für die Bundesfinalveranstaltung, aber in den Regional- und Landesausscheidungen von JUGEND TRAINIERT FÜR PARALYMPICS kann davon entsprechend den organisatorischen Bedingungen in den Ländern abgewichen werden.

3.       Hinweise und Informationen zum Wettbewerb

Für weitere sportartspezifische Fragen stehen der Sportartenverantwortliche bei der DBSJ und die Wettkampfleitung der Bundesfinalveranstaltung unter den angegebenen Kontaktdaten gerne zur Verfügung.

Heidi Kirste
Fachbereich Rollstuhlbasketball DRS

Red Frister
Wettkampfleitung Bundesfinale Berlin

Beide Kontakt über: jtfp@dbsj.de