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Ein Hauch von Abschied bei der Begrüßung

© JTFO sampics

04.05.2017 - Beim Empfang in der Hessischen Landesvertretung anlässlich des Frühjahrsfinales 2017 wurde nicht nur über den Wettbewerb, sondern auch über die Menschen hinter den Kulissen gesprochen. Aus gutem Grund.

Mehr als 100 geladene Gäste waren zum traditionellen Begrüßungsabend erschienen, der diesmal in der Vertretung des Landes Hessen stattfand.

Für die musikalische Untermalung sorgten Darius Blair, Johnny Biner und Lukas Zengerle vom Hessischen Landes-Jugend-Jazz-Orchester und durchs Programm führte "Jugend trainiert"-Pressesprecher Kai Gemeinder.

Grußworte sprachen die gastgebende Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Hessen beim Bund, Frau Lucia Puttrich, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Schulsportstiftung, Christian Breuer, sowie der Organisationleiter der Bundesfinalveranstaltungen und Senatsvertreter des Landes Berlin, Dr. Thomas Poller.

Christian Breuer sprach mit all seiner Erfahrung als mehrfacher Olympiateilnehmer von der verbindenden Kraft des Sports. "Ich könnte jetzt unzählige olympische Werte aufzählen, die durch den Sport transportiert werden sollen. Ich möchte aber neben dem sportlichen Erfolg, an dem natürlich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Bundesfinale interessiert sind, zwei Aspekte hervorheben: Respekt und Freundschaft. Beides erleben und erfahren die Schülerinnen und Schüler beim Bundesfinale. Und diese Erfahrungen werden die Sporttalente mit nach Hause nehmen und prägen," so der Vorstandsvorsitzende der Schulsportstiftung, der selbst über den Sport "Freundschaften fürs Leben" geschlossen hat.

Die Ministerin beschrieb in ihrer Rede den Sport im Allgemeinen und den Wettbewerb im Speziellen als eine integrative und inklusive Triebfeder, womit sie - ähnlich wie Christian Breuer - die gesellschaftliche Bedeutung des Sports hervorhob. Darüber hinaus betonte Lucia Puttrich, dass über den sportlichen Wettbewerb gelernt würde, dass sich Leistung lohne. 

Bezogen auf "Jugend trainiert" bedankte sich die Ministerin bei allen, die ihren Beitrag zum Erhalt und der Weiterentwicklung des größten Schulsportwettbewerbs der Welt leisteten. Ohne die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren wie der Deutschen Bahn als Hauptsponsor sowie Lidl Deutschland, Eurosport, aber auch Molten, Intersport und den Europapark als Partner wäre der Wettbewerb kaum möglich.

Von unverzichtbarem Wert sei aber auch die Förderung durch das Land Berlin und das Bundesministerium des Innern, beim Begrüßungsabend vertreten durch den Ministerialdirektor Sport beim BMI, Herrn Gerhard Böhm, wie Dr. Thomas Poller in seiner Begrüßungsrede betonte. Der Organisationsleiter bedankte sich bei allen politischen Entscheidungsträgern, "die über die Parteigrenzen hinweg den Wettbewerb schätzen." In seinen Dank schloss er aber auch die Fach- und Spitzensportverbände mit ein und lobte dabei den besonderen Beitrag der Berliner Fachverbände. Auch seine eigenen Mitarbeiter und die vielen freiwilligen Helfer ließ Dr. Thomas Poller nicht unerwähnt.

Dass er sich so umfassend bei allen Mitstreitern und Unterstützern von "Jugend trainiert" bedankte, kommt nicht von ungefähr. Er wird - auch unter dem Aspekt, dass er 2018 die Berliner Senatsverwaltung verlässt, weil er in den Ruhestand geht - nicht mehr für den Vorstand der Deutschen Schulsportstiftung kandidieren. Seine Position als stellvertretender Vorsitzender der Stiftung muss demnach am 30. Juni neu besetzt werden. Und so schwang in der Begrüßungsrede von Dr. Thomas Poller auch ein Hauch von Abschied mit - auch wenn er dem Wettbewerb sicherlich auf die eine oder andere Weise erhalten bleiben wird. "Freundschaften fürs Leben", wie es Christian Breuer zuvor beschrieben hatte, ergeben sich eben nicht nur unter den Schülerinnen und Schülern, sondern mitunter auch auf der Ebene der Verantwortungsträger. Und über allem besteht natürlich auch eine tiefe Verbundenheit zum Wettbewerb selbst, der 2019 sein 50-jähriges Bestehen feiern wird.

kg